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Einkommen älterer Haushalte in Deutschland

Juni 2013

Wie gestalten sich die Einkommen älterer Haushalte in Deutschland? Dazu im Folgenden eine kleine Übersicht der Daten, die der laufenden Wirtschaftsrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) von April 2013 entnommen sind.

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Pri­vate Kon­sum­aus­ga­ben: + 7,2 % in 12 Jah­ren

März 2013

Die privaten Konsum­aus­gaben in Deutsch­land sind von 2000 bis 2012 preis­be­rei­nigt um 7,2 % gestie­gen. Nomi­nal betrach­tet erhöh­ten sie sich um 27,3 %. Ins­ge­samt lagen die pri­va­ten Konsum­aus­gaben in je­wei­li­gen Prei­sen bei 1,52 Billio­nen Euro.

Nach wie vor gaben die privaten Haushalte im Inland am meisten für Wohn- und Wohnnebenkosten aus. Im Jahr 2012 wurden hierfür 24,4 % des privaten Konsums verwendet. Für Verkehr wurden 14,0 % und für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 11,6 % ausgegeben.

Der internationale Vergleich zeigt, dass in den meisten Ländern die Ausgaben für Wohnung und Wohnnebenkosten einen großen Teil der Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland binden. In der Europäischen Union (EU-27) wurden hierfür im Jahr 2011 durchschnittlich 23,6 % aufgewendet, in Deutschland betrug der Anteil 24,4 %. In Dänemark (29,1 %), Schweden (26,9 %) und Finnland (26,9 %) wurde anteilsmäßig am meisten für Wohn- und Wohnnebenkosten aufgewendet.

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15,8 % der Be­völ­ke­rung Deutsch­lands wa­ren 2010 ar­muts­ge­fähr­det

März 2013

Der Anteil der armutsgefährdeten Menschen an der Bevölkerung lag in Deutsch­land im Einkommensbezugsjahr 2010 bei 15,8 % und damit unter dem EU-Durchschnitt von 16,9 %. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Daten des europäischen Statistikamtes Eurostat mit. Nach EU-Definition gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung eines Landes beträgt. In Deutschland lag der Schwellenwert für Armutsgefährdung im Jahr 2010 für eine alleinlebende Person bei 11 426 Euro im Jahr, das entspricht 952 Euro im Monat.

Zu den EU-Ländern mit den niedrigsten Armutsgefährdungsquoten zählten mehrere Nachbarstaaten Deutschlands: So wies die Tschechische Republik mit 9,8 % die EU-weit niedrigste Quote auf, gefolgt von den Niederlanden (11,0 %) und Österreich (12,6 %). Die höchsten Quoten gab es in Bulgarien (22,3 %), Rumänien (22,2 %), Spanien (21,8 %) und Griechenland (21,4 %). In Kroatien, das in wenigen Monaten der EU beitritt, lag die Armutsgefährdungsquote bei 21,1 %.

Um die Einkommensungleichheit zu untersuchen, wird das einkommensstärkste Fünftel der Bevölkerung mit dem einkommensschwächsten Fünftel verglichen. In Deutschland war das Einkommen des obersten Fünftels im Jahr 2010 insgesamt 4,5-mal so hoch wie das des untersten Fünftels. Im EU-Schnitt lag dieser Wert bei 5,1. Die EU-Staaten mit hohen Armutsgefährdungsquoten hatten 2010 auch eine ausgeprägte Einkommensungleichheit: In Spanien war der Wert mit 6,8 am höchsten, gefolgt von Lettland (6,6) und Bulgarien (6,5). Eine vergleichsweise ausgeglichene Einkommensverteilung hatten die Tschechische Republik und Slowenien (jeweils 3,5).

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In Deutsch­land lebte 2011 jede fünfte Per­son allein

Juli 2012

Das Statistische Bundesamt (destatis) veröffentlicht: Im Jahr 2011 gab es in Deutschland rund 15,9 Millionen Alleinlebende. Bezogen auf alle Personen in Privathaushalten (am Hauptwohnsitz) waren das 20% der Bevölkerung.

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Weitere zentrale Ergebnisse waren:

  • Der Anteil alleinlebender Männer ist gestiegen: Zwischen 1991 und 2011 erhöhte sich die Alleinlebendenquote der Männer von 11% auf 19%. Vergleichsweise moderat stieg dagegen der Anteil der alleinlebenden Frauen von 18% auf 21%.
  • Die Alleinlebendenquote nimmt mit der Größe der Städte zu: In Großstädten mit mindestens 500 000 Einwohnern lebten im Jahr 2011 knapp 29% der Bevölkerung allein. In kleinen Gemeinden mit weniger als 5 000 Einwohnern waren es nur 14%. Im Vergleich der Bundesländer wies Berlin mit 31% die höchste Alleinlebendenquote auf, Rheinland-Pfalz die niedrigste (16%).

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8 Millio­nen Mütter leben mit minder­jährigen Kin­dern im Haus­halt

Mai 2012

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht zum Muttertag aktuelle Erkenntnisse aus dem Mikrozenus: Im Jahr 2010 lebten in Deutschland rund 8,0 Millionen Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind in einem Haushalt zusammen.

Die überwiegende Mehrheit der Mütter lebte 2010 mit entweder nur einem Kind (41%) oder zwei Kindern (43%) zusammen. Nur 12% der Mütter versorgten drei Kinder, knapp 4 % betreuten vier oder mehr Kinder.

Von den Müttern, die 2010 mit minderjährigen Kindern zusammen wohnten, lebte der größte Teil (82%) mit dem Ehe- oder Lebenspartner zusammen. Rund 18% waren alleinerziehend.

Rund 60% der Mütter waren aktiv erwerbstätig: Mehr als zwei Drittel (70%) von ihnen gingen einer Teilzeitbeschäftigung nach, ein knappes Drittel (30%) war vollzeitbeschäftigt.

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Kleine Haushalte sorgen für Wachstum

Juni 2011

Das Statistische Bundesamt berichtet: Die Gesamtzahl der Privathaushalte in Deutschland wird bis 2025 – trotz schrumpfender Bevölkerung – voraussichtlich um rund eine Million auf 41 Millionen zunehmen. Erst danach gibt es eine Trendwende. Grund ist die zunächst weiter andauernde Zunahme von Ein- und Zweipersonen-Haushalten.

Betrug der Anteil der Ein- und Zweipersonenhaushalte in Deutschland im Jahr 2009 etwa 74%, so wird er bis zum Jahr 2030 sogar noch auf 81% steigen. Besonders hoch ist der Anteil der kleinen Haushalte in den Stadtstaaten. D.h. Haushalte mit drei oder mehr Mitgliedern, die vor allem aus Familien mit Kindern bestehen, werden vor allem in Städten wie Bremen, Hamburg oder Berlin zunehmend zur Seltenheit.

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Bevölkerungsprognose: Im Jahr 2060 wird jeder Siebente 80 Jahre oder älter sein

November 2009

Das Statistische Bundesamt hat in einer Pressekonferenz die Ergebnisse der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung vorgestellt: Heute leben in Deutschland etwa 82 Millionen Menschen, 2060 werden es voraussichtlich nur noch 65 bis 70 Millionen sein. Daneben kommt es zu erheblichen Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung. Heute sind 20% der Bevölkerung 65 Jahre oder älter. Bereits in den kommenden beiden Jahrzehnten wird der Anteil älterer Menschen deutlich steigen. „Im Jahr 2060 wird dann jeder Dritte mindestens 65 Lebensjahre durchlebt haben – jeder Siebente wird sogar 80 Jahre oder älter sein“ so der Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), Roderich Egeler.

Die Bevölkerung geht zurück, weil die Zahl der Geburten bis 2060 stetig sinken und die Zahl der Sterbefälle bis Anfang der 2050er Jahre ansteigen wird.

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